E u r o p ä i s c h e   U n i o n







Die Entstehung Europas

Während der ersten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts hat sich eine Revolution im geologischen Denken vollzogen, die zu einer völlig neuen Vorstellung von Bau und Beschaffenheit des Erdkörpers führte. Man fand heraus, dass die Erde gar nicht rund sondern ein Ellipsoid ist, das an den Polen abgeplattet und im Äquatorbereich gewölbt ist. Diese Verformung ergibt sich aus der schnellen Erdrotation. Die Entwicklung paläomagnetischer Methoden zur Untersuchung der magnetischen Eigenschaften alter Ergussgesteine und der Geschichte des irdischen Magnetfelds sowie der Erforschung und Vermessung des Meeresbodens haben wesentlich zur Bestätigung und zum Ausbau der Theorie der Kontinentalverschiebung beigetragen.

Die Entstehung der Kontinente

Das geographische Europa, so wie man es heute kennt war jedoch nicht immer so. Es wird heute nicht mehr daran gezweifelt, dass die Kontinente im Laufe der Erdgeschichte ihre Positionen ständig verändert haben. Durch das Studium des Gesteinsmagnetismus konnten die Positionen der Kontinente im Verlauf der Erdzeitalter rekonstruiert werden.

Ausgangspunkt bildet eine einzige Landmasse, der sog. Großkontinent Pangäa, und der Vorfahre des Pazifiks, der Urozean Panthalassa. Pangäa spaltete sich zuerst in die nördliche Landmasse Laurasia und den südlichen Block Gondwanaland, aus denen wiederum die Kontinente hervorgingen, die wir heute kennen.

Vor 225 Millionen Jahren, also am Ende des Paläozoikums existierte eine riesige, zusammenhängende Landmasse, der Großkontinent Pangäa. Panthalassa, der Vorgänger des Pazifischen Ozeans, bedeckte den Rest der Erdoberfläche. Die breite Meereszone der Tethys begann Eurasien von Afrika zu trennen und bildete sich zu einem Vorläufer des heutigen Mittelmeeres aus.

Vor 180 Millionen Jahren war Pangaä auseinander gebrochen. Der Kontinentalblock Laurasia trieb nordwärts, und der südliche Block, Gondwanaland, begann bereits seinerseits auseinander zu brechen. Indien machte sich selbstständig, und der südamerikanisch-afrikanische Block trennte sich von Australien-Antarktika. Zwischen den Kontinenten bildete sich neue ozeanische Kruste.

Vor 135 Millionen Jahren setzte die Indische Platte ihre Drift nach Norden fort, und Eurasien schickte sich an mit einer Drehbewegung das östliche Ende der Tethys zu schließen. Der Nordatlantik und der Indische Ozean begannen sich herauszubilden, und Südamerika löste sich allmählich von Afrika.

 

Vor 65 Millionen Jahren hatte sich Madagaskar von Afrika getrennt, und die Tethys war durch die Abriegelung im Osten zu einem Binnenmeer geworden.Der Südatlantik war entstanden; Australien aber hing noch mit Antarktika zusammen, und Indien war noch ein gutes Stück von Asien entfernt.

 

Die Gegenwart: Indien hat seine Wanderung beendet und ist mit Asien kollidiert. Australien vermochte sich inzwischen vom antarktischen Kontinent zu trennen; auch Nordamerika hat sich ganz von Eurasien lösen können, Grönland dabei auf halbem Wege zurücklassend. Während der vergangenen 65 Millionen Jahren ist nahezu die Hälfte des gegenwärtigen Meeresbodens neu entstanden.

Nun stellt sich die Frage wie sich die Kontinente derart bewegen können. Dazu muss man wissen, dass die Antriebskraft der Plattenbewegungen aus dem Inneren des Erdmantels wirkt. Infolge von Temperaturunterschieden zirkulieren Konvektionsströmungen im Mantel.

Wo die Strömungen zweier Zyklen zusammen emporsteigen und dann auseinander laufen, streben auch die betreffenden Platten auseinander, wobei der ihren Grenzbereich markierende mittelozeanische Rücken sich stetig verbreitert. Dort wo die Grenzbereiche der Zyklen abwärts gerichtet sind, werden die Platten zusammengeführt; dabei kann es zur Unterschiebung der einen unter die andere kommen, so dass eine Subduktionszone entsteht. Dies passiert z.B.: wenn eine Kontinentalplatte auf eine Ozeanplatte stößt. Da die Ozeanplatte schwerer ist, taucht sie unter die Kontinentalplatte.

Um dieses Phänomen zu verstehen muss man eine Blick in das Erdinnere werfen.

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Der Aufbau des Erdkörpers

Die Erde besteht aus konzentrischen Schalen verschiedenartiger Materie. Unter der Erdkruste liegt der mächtige Erdmantel, der in den äußeren Kern übergeht; der zentrale Bereich wird vom inneren Kern eingenommen. Die Kenntnis des inneren Aufbaus des inneren Aufbaus der Erde bildet den Schlüssel zum Verständnis ihrer Beschaffenheit und der komplexen Kräfte, die unablässig- tief im Inneren wie auch an der Oberfläche- auf sie einwirken. Das Wirken all dieser Kräfte ist in vielfältiger Weise miteinander verknüpft.

Unsere Kenntnis der Erde ist größtenteils auf die äußere Kruste beschränkt. Analyse der Ausbreitungsgeschwindigkeit von Erdbebenwellen, vergleichende irdischer Gesteine und von Meteoriten machen es möglich Erkenntnisse über das tiefe Erdinnere zu erlangen.

Der Erdkörper besteht aus einer Kruste, einem Mantel mit zwei Schichten und aus einem Kern, der einen äußeren und einen inneren Bereich hat. Im Erdinneren steigen die Temperaturen mit zunehmender Tiefe an, wie man in Bergwerksschächten feststellen kann.

Die Bestimmung der Temperaturen wird dadurch erschwert, dass die verschiedenen Gesteine unterschiedliche Wärmeleitfähigkeiten besitzen. Die Temperatur am Erdmittelpunkt wird auf 3000°C geschätzt.

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Die Europäische Union

Obwohl sich die Grenzen der Eurasischen Platte von Amerika bis zum Pazifischen Ozean auf der West-Ost-Tangente und von der Antarktis bis nach Afrika auf der Nord-Süd-Tangente erstreckt, liegen die irdischen Grenzen anders. So endet Europa in östlicher Richtung am Uralgebirge und in westlicher Richtung am atlantischen Ozean.



Politisch betrachtet liegen die Grenzen im Osten noch ein ganzes Stück weiter westlich. Wie man an der Karte erkennen kann endet das politische Europa im Osten an den Grenzen Finnlands, Estlands, Lettlands, Litauens und Polens.

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Die EU in Zahlen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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 © Istitutio Geografico De Agostini S. p. A. -Novara

Quelle: Der Große ADAC Weltatlas, ADAC Verlag München, (1985), S.10-31

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Land

Beitrittsjahr

Bevölkerung (Mio.)

Fläche (km²)

Hauptstadt

Belgien

1958

10,4

30510

Brüssel

Dänemark

1973

5,4

43094

Kopenhagen

Deutschland

1958/1990

82,4

357021

Berlin

Estland

2004

1,4

45226

Tallinn

Finnland

1995

5,2

337030

Helsinki

Frankreich

1958

59,6

547030

Paris

Griechenland

1981

11,0

131940

Athen

Irland

1973

4,0

70280

Dublin

Italien

1958

57,3

301320

Rom

Lettland

2004

2,3

64589

Riga

Litauen

2004

3,5

65200

Vilnius

Luxemburg

1958

0,4

2586

Luxemburg

Malta

2004

0,4

316

Valletta

Niederlande

1958

16,2

41526

Amsterdam

Österreich

1995

8,1

83858

Wien

Polen

2004

38,2

312685

Warschau

Portugal

1986

10,4

92931

Lissabon

Schweden

1995

8,9

449964

Stockholm

Slowakei

2004

5,4

48845

Bratislava

Slowenien

2004

2,0

20253

Ljubljana

Spanien

1986

41,6

504782

Madrid

Tschechien

2004

10,2

78866

Prag

Ungarn

2004

10,1

93030

Budapest

Vereinigtes Königreich

1973

59,3

244820

London

Zypern

2004

0,7

9250

Nikosia

Gesamt
(EU-25)

2004

454,6

3973597

Brüssel/Straßburg