Pilotprojekt: ICuM

IT-Curriculum zur Förderung der Medienkompetenz in Lehramtsstudiengängen


Lehrplansynopse:    'Informationstechnische Grundbildung' in der Sek. I


Kurzdarstellung der Ergebnisse:

Detlef Messerschmidt (Dipl. Päd.)



Ziele:

Ziel der Synopse ist eine übersichtliche Darstellung von Lehrplänen der Sekundarstufe I zur informationstechnischen (Grund-) Bildung bzw. des Faches Informatik an allgemein bildenden Schulen der Bundesrepublik Deutschland. Die zur Verfügung stehende Literatur umfasst den Zeitraum von 1987 bis 2001.

Wegen der Vielfalt der Informationen und der angestrebten Übersichtlichkeit, kann die Synopse nur einen Kompromiss zwischen Genauigkeit und umfassender Darstellung der eingearbeiteten Informationen leisten.


Leseanleitung:

Aufgebaut ist die Synopse in Form einer Tabelle, die nach Zeilen und Spalten gegliedert ist.

Grundsätzlich ist die Synopse zeilenweise zu lesen. Erstrecken sich inhaltlich zusammengehörende Teile über eine bzw. mehrere Zeilen wurden diese Abschnitte in der Tabelle grau oder weiß unterlegt.

In den Spalten finden Sie, beginnend mit der alphabetischen Auflistung der Bundesländer, die unten beschriebenen Kategorien. Zu Ihrem besseren Verständnis der Synopse wurden die Kategorien hier mit einigen erläuternden Kommentaren versehen.

Schulformen sind nach Sekundarstufe I, bzw. den vorliegenden Lehrplänen geordnet
 
Jahrgangsstufen (Jgst.) in denen die Inhalte vermittelt werden
 
Begriff unter dem die Bildung im jeweiligen Bundesland gefasst wird.
 
Lernziele / Aufgaben
und Inhalt
sind stellenweise verkürzt und auszugsweise aufgeführt. Zur besseren Lesbarkeit der Synopse wurde auf „klassische" Lernzielbeschreibungen, wie kennen, lernen, verstehen, etc., weitestgehend verzichtet.
 
Organisationsform
und Methoden
werden in den Lehrplänen nicht immer klar voneinander getrennt behandelt.
 
Fächer sind mit Kürzeln, z.B. „D" für Deutsch versehen.
 
Jahr beschreibt das Erscheinungsjahr der Literatur.
 
Anmerkungen Sie enthalten weitergehende Hinweise und Besonderheiten der einzelnen Lehrpläne.
 
Nr. bezieht sich auf die Literaturliste, in der die Quellen nummeriert angegeben sind.
 
Seite bezieht sich auf die Textstellen bzw. Seite(n) der Quelle, aus der die Informationen entnommen sind.

 


 

Tabellarische Darstellung der Lehrplansynopse (pdf-Datei 90 KB)



Fazit

Als Beitrag für die Grundlagenbildung der in der Einleitung formulierten Ziele des Pilotprojektes ICuM der TU Darmstadt, strebt die vorliegende Studienarbeit an, einen ersten Überblick über die zur Zeit gültigen Lehrpläne zur Informations-technischen Grundlagenbildung an den allgemeinbildenden Schulen der Sekundarstufe I in der BRD geben zu können.

Dieser Stand variiert jedoch erheblich. Sowohl die Synopse als auch die länderspezifischen Anmerkungen legen nahe, dass die vorliegenden Lehrpläne vor allem durch "Uneinheitlichkeit" gekennzeichnet sind. Dies beginnt bei den verschiedenen "Begriffen" mit denen "informationstechnische (Grund-) Bildung" in den einzelnen Bundesländern benannt wird und setzt sich über die weiteren gebildeten Kategorien fort.

So finden sich neben dem Begriff ITG, noch die Bezeichnungen IKG (Informations- und kommunikationstechnologische Grundbildung), IuK (Informations- und kommunikationstechnische Bildung), ITB (Informationstechnische Bildung), informatische Bildung sowie Informatik.

Auch die Bedeutung unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. So wird ITG in einigen Bundesländern explizit als Teil der Allgemeinbildung (vgl. Baden-Württemberg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland) bezeichnet, in anderen Ländern wie z.B. Hamburg ist sie Teil der Medienerziehung.

Die Vermittlung der verschiedenen, von den Schülerinnen und Schülern zu erwerbenden Kompetenzen wird in den Bundesländern Baden-Württemberg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen als Lernziel der ITG oder als Aufgabe der Schule hervorgehoben.

Die Beschreibung der Inhalte liegt in einigen Lehrplänen sehr detailliert, in anderen stark zusammengefasst in Form von Überschriften vor. Diese Inhalte werden in einigen Bundesländern als geschlossenes Angebot für einzelne Jahrgangsstufen, in anderen über alle Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I hinweg angeboten.

Darüber hinaus sind Organisationsform, Methoden und Fächer in den verschiedenen Lehrplänen nicht immer klar zu trennen.

Zu den Fächern ist anzumerken, dass die ITG in einigen Bundesländern in geschlossenen Kursen bzw. Projekten als Wahl- oder Pflichtfach angeboten wird. Andere Bundesländer binden die ITG in die bereits vorhandenen Fächer ein. Wie in der Synopse ersichtlich, variiert des Weiteren die Stundenzahl von Bundesland zu Bundesland.

Die vorliegende Synopse zeigt, dass trotz einiger Übereinstimmungen in den Zielsetzungen für eine informationstechnische Grundbildung die Unterschiede zwischen den Bundesländern überwiegen.

Die Unterschiede werden deutlich durch die Anzahl der Unterrichtsstunden in den einzelnen Fächern, den verschiedenen Unterrichts- und Organisationsformen und Methoden, bis hin zu differenten Lernzielen, Begriffen und Inhalten.



Literaturverzeichnis

Nr.

Baden-Württemberg

36

Amtsblatt des Ministeriums für Kultus und Sport Baden-Württemberg: Kultus und Unterricht, Bildungsplan für die Hauptschule, Lehrplanheft 2/1994, Reihe E Nr. X, Ausgabe C. Stuttgart 1994.

33

Amtsblatt des Ministeriums für Kultus und Sport Baden-Württemberg: Kultus und Unterricht, Bildungsplan für das Gymnasium, Lehrplanheft 4/1994, Reihe G Nr. XII, Ausgabe C. Stuttgart 1994.

32

Amtsblatt des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg: Kultus und Unterricht, 17/2000, Ausgabe A. Villingen-Schwenningen 2000.
   

Nr.

Bayern

35

Amtsblatt der Bayerischen Staatsministerien für Unterricht und Kultus und Wissenschaft und Kunst: Einführung des Lehrplans für das Wahlfach Informatik in der Hauptschule, Teil 1, Sondernummer 8. München 1987.

8

Amtsblatt der Bayerischen Staatsministerien für Unterricht und Kultus und Wissenschaft und Kunst: Allgemeine Einführung der informationstechnischen Grundbildung, hier: Lehrplanübersichten mit Anknüpfungspunkten, Teil 1, Sondernummer 8. München 1988.
   

Nr.

Berlin

11

Senatsverwaltung für Schule, Berufsbildung und Sport (Hrsg.): Vorläufiger Rahmenplan für Unterricht und Erziehung in der Berliner Schule, Informationstechnische Grundbildung (ITG), Realschule, Gymnasium, Gesamtschule, Hauptschule. Berlin 1990.

11 a

Senatsverwaltung für Schule, Berufsbildung und Sport (Hrsg.): Vorläufiger Rahmenplan für Unterricht und Erziehung in der Berliner Schule, Realschule, Gymnasium, Grundkurs Informationstechnische Grundbildung. Berlin1989. Nachdruck 1990.
   

Nr.

Brandenburg

51

Pädagogisches Landesinstitut Brandenburg (Hrsg.): Rahmenlehrplan für das Fach Informatik (Wahlpflichtbereich 9/10), Entwurf zur Diskussion im Schuljahr 2000/2001

52

Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg (Hrsg.): Potsdam 2000, [zitiert 18.07.2001], Quelle: http:// www.mpz.brandenburg.de/
   

Nr.

Bremen

29

Freie Hansestadt Bremen, Der Senator für Bildung, Wissenschaft und Kunst: Lehrplanentwurf, Unterrichtsrahmen: Informationsrechnische Grundbildung in der Sekundarstufe I. Ausgabe: Juni 1989.
   

Nr.

Hamburg

30

Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Schule, Jugend und Berufsbildung, Amt für Schule (Hrsg.): Richtlinien für die Sekundarstufe I, Informationstechnische Grundbildung. Hamburg 1994.
   

Nr.

Hessen

47

HKM (Hrsg.): Bezüge des Rahmenplans: A. Informations- und kommunikationstechnische Grundbildung, Wiesbaden 1999, [zitiert 18.07.2001], Quelle: http:// www.bildung.hessen.de/abereich/rplan/index3.htm.

48

HKM (Hrsg.): Rahmenpläne für die besonderen Bildungs- und Erziehungsaufgaben: Einführung, Wiesbaden 1999, [zitiert 18.07.2001], Quelle: http:// www.bildung.hessen.de/abereich/rplan/index3.htm.
   

Nr.

Mecklenburg-Vorpommern

10

Kultusministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern (Hrsg.): Rahmenplan verbundene Haupt- und Realschule, Hauptschule, Realschule, Gesamtschule, Gymnasium, informatische Bildung, Jahrgangsstufen 5-10. Erprobungsfassung 1998.
   

Nr.

Niedersachsen

43

Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.): Rahmenrichtlinien für die Realschule, Informatik. Hannover 1993.
   

Nr.

Nordrhein-Westfalen

2

Kultusministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Richtlinien und Lehrpläne für die Realschule in Nordrhein-Westfalen, Informatik. Düsseldorf 1993.

1

Kultusministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Richtlinien und Lehrpläne für das Gymnasium - Sekundarstufe I - in Nordrhein-Westfalen, Informatik. Düsseldorf 1993.
   

Nr.

Rheinland-Pfalz

46

Integration der informationstechnischen Grundbildung in die Fächer Deutsch, Sozialkunde, Mathematik und Physik der Realschule in Rheinland-Pfalz. Keine Quellenangabe.

34

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung, Mainz (Hrsg.): Lehrplan, Arbeitslehre (Klassen 7-9/10), Hauptschule. Mainz 2000.
   

Nr.

Saarland

37

Saarland, Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft (Hrsg.): Lehrplan, Erweiterte Realschule, Klassenstufe 5 ’97. Saarbrücken 1997.

38

Saarland, Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft (Hrsg.): Lehrplan, Erweiterte Realschule, Klassenstufe 6 ’98. Saarbrücken 1998.

39

Saarland, Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft (Hrsg.): Lehrplan, Erweiterte Realschule, Klassenstufe 7 ’99. Saarbrücken 1999.

40

Saarland, Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft (Hrsg.): Lehrplan, Erweiterte Realschule, Klassenstufe 8 2000. Saarbrücken 2000.

6

Saarland, Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft (Hrsg.): Achtjähriges Gymnasium, Informationstechnische Grundbildung in Klassenstufe 5. Dillingen/Saar 2001.
   

Nr.

Sachsen

42

Freistaat Sachsen, Staatsministerium für Kultus (Hrsg.): Orientierungsrahmen für das Angebot angewandte Informatik, Klassenstufen 7-10 an Mittelschulen ab dem Schuljahr 1997/98. Dresden 1997.

45

Sächsisches Staatsministerium für Kultus (Hrsg.): Sonderausgabe des Amtsblattes des sächsischen Staatsministeriums für Kultus, Lehrplan Mittelschule, Informatik, Klassen 9-10. Dresden 1993.

44

Sächsisches Staatsministerium für Kultus (Hrsg.): Sonderausgabe des Amtsblattes des sächsischen Staatsministeriums für Kultus, Lehrplan Mittelschule, Informatik, Klassen 7-10. Dresden 1992.

26

Sächsisches Staatsministerium für Kultus (Hrsg.): Sonderausgabe des Amtsblattes des sächsischen Staatsministeriums für Kultus, Lehrplan Gymnasium, Informatik, Klassen 7,11,12. Dresden 1992.

27

Sächsisches Staatsministerium für Kultus (SMK) (Hrsg.): Ministerialblatt des sächsischen Staatsministeriums für Kultus, Präzisierung des Lehrplans Gymnasium, Informatik Klassen 7, 11, 12 vom 1. August 1992, Nr. 6/2000. Dresden 2000.

28

Sächsisches Staatsministerium für Kultus (SMK) (Hrsg.): Ministerialblatt des sächsischen Staatsministeriums für Kultus, Orientierungsrahmen Informatik an Gymnasien, Klassenstufen 8-10, Nr. 7/2000. Dresden 2000.
   

Nr.

Sachsen-Anhalt

41

Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Vorläufige Rahmenrichtlinien moderne Medienwelten Sekundarschule, Wahlpflichtkurs: Schuljahrgänge 7-10. Halle (Saale) 2000.

16

Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Rahmenrichtlinien Gymnasium/Fachgymnasium, Informatik. Magdeburg 1994.

14

Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Vorläufige Rahmenrichtlinien Moderne Medienwelten Gymnasium, Wahlpflichtkurs: Schuljahrgänge 7-10. Halle (Saale) 2000.
   

Nr.

Schleswig-Holstein

49

Homepage des Lehrplanreferates des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur in Schleswig-Holstein, Kiel 2001 [zitiert 18.07.2001]
Quelle: http:// lehrplan.lernnetz.de/html/sek_i/konzept/anlseki.htm.
   

Nr.

Thüringen

7

Thüringer Kultusministerium (Hrsg.): Plan für den Kurs informationstechnische Grundbildung (ITG) an den allgemein bildenden Schulen. Vorabdruck 2001.